No Monkeying Around: Amazing Facts about Mountain Gorillas

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Kein Affenzirkus: Erstaunliche Fakten zu den Berggorillas

Wie viel wissen Sie über diese vom Aussterben bedrohte Art und die National Geographic Explorerin Dian Fossey, die ihr Leben der Forschung und dem Erhalt von Berggorillas gewidmet hat?
September 28, 2020

Vor über 50 Jahren begegnet die Primatenforscherin Dian Fossey zum ersten Mal Gorillas im Nebel des Virunga Gebirges. Das Vermächtnis ihrer Arbeit lebt im Karisoke Forschungszentrum im Volcanoes Nationalpark weiter. Hier arbeiten Forscher noch immer daran, diese vom Aussterben bedrohte Art zu erhalten. Wir haben für Sie einige interessante Erkenntnisse über die Berggorillas zusammengestellt:

 

Aus großer Höhe: Berggorillas durchstreifen die steilen Wälder von vier Nationalparks in Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo und bewegen sich damit in Höhenlagen zwischen 2.500 m und 4.000 m. Das ist ungefähr die Höhe aus der ein Fallschirmspringer aus einem Flugzeug springt.

 

Iss dein Gemüse: Gorillas, der größte aller Menschenaffen, können bis zu 1.80 m groß werden und mehr als 150 kg wiegen. Sie haben außerdem eine Armspannweite von 2.50 m. Gorillas verdanken diese beeindruckende Statur einer überwiegend vegetarischen Ernährung. Sie essen Wurzeln, Triebe, Früchte, wilden Sellerie sowie Baumrinde und Fruchtfleisch. Ihre massiven Kiefermuskeln helfen dabei Wurzeln, Baumrinde oder der Gleichen zu zerkauen.

 

Die Anfänge: Dian Fosseys erstes Forschungslager bestand aus zwei provisorischen Zelten in Ruanda, die sie Karisoke Forschungszentrum taufte, ein Name, der sich von den Gipfeln in der Umgebung ableiten ließ: Volcan Karisimbi und Volcan Visoke. Vor der Ankunft Diane Fosseys im Jahr 1967 ergab eine Studie, dass nur noch 240 Gorillas im Nationalpark leben.

 

Die Bergfrau: Dian Fossey wurde von den Einheimischen „Nyiramacibiri“ genannt, was soviel heißt wie „die Frau, die alleine auf dem Berg lebt“. Sie war der erste Mensch, der mit Gorillas lebte. Den Großteil Ihrer 18 Jahre Forschungsarbeit verbrachte sie damit, mit diesen einzigartigen Primaten, die übrigens 98 Prozent ihrer DNA mit Menschen teilen, zu leben, sie zu beobachten und ihr Verhalten zu studieren.

 

Man sagt, Nachahmung ist die höchste Form der Schmeichelei: In ihrer Titelgeschichte von 1970 im National Geographic Magazin schrieb Dian Fossey, dass sie mit dem Lehrbuchansatz für Verhaltensforschung, bei dem aus der Ferne beobachtet werden sollte, nicht übereinstimme. “Ich hatte das Gefühl, dass die Gorillas jedem fremden Objekt, das nur dort saß und sie anstarrte, doppelt so misstrauisch gegenüberstehen würden.“ Stattdessen versuchte sie, „ihr Vertrauen und ihre Neugier zu wecken, indem sie sich wie ein Gorilla verhielt“ und ihre Art zu essen, sich zu pflegen und letztendlich auch ihre Laute nachahmte. Sie gab vor, auf wildem Sellerie zu kauen und schlug sogar auf ihre Brust, ein Symbol für Kraft und Stärke in der Gorilla Welt.

 

Von der Forscherin zur Tierschützerin: Diane Fossey kam allein mit der Absicht, das Verhalten von Gorillas zu erforschen und deren Lebensraum zu untersuchen, dabei wurde sie zu einer erbitterten Verfechterin und Beschützerin dieser Tiere. Sie sagte schon damals voraus, dass diese vom Aussterben bedrohte Art in den nächsten zwei, drei Jahrzehnten von der Erde verschwinden würde – weniger als ein Jahrhundert nach der Entdeckung des Berggorillas im Jahr 1902.

 

Der Wendepunkt: Heute hat sich die Population der Berggorillas im Volcanoes Nationalpark Dank der Umsetzung der Erhaltungsmaßnahmen von Dian Fossey fast verdoppelt. Berggorillas sind die einzigen Menschenaffen, die ein Bevölkerungswachstum verzeichnen. Trotzdem leben nur noch rund 1.000 Exemplare in freier Wildbahn, was den Berggorilla zu einem der am stärksten gefährdeten Tiere der Welt macht.

 

Zum Schutz der Tierwelt: Der Dian Fossey Gorilla Fonds, der das Karisoke Forschungszentrum betreibt, hat über 70 Gorilla Tracker im Einsatz, die die Berggorillas in Ruanda sowie die Grauers Gorillas in der Demokratischen Republik Kongo bewachen und beschützen.

 

Affenzirkus: Gorillas zeigen ihre Emotionen nicht nur über ihre Mimik, sondern auch durch ihre Gestik und durch Laute. Wie wilde Kinder spielen junge Gorillas fangen und machen sogar Saltos. Eines sollte man jedoch unbedingt vermeiden: Direkter Blickkontakt, denn das wird als Zeichen der Feindseligkeit gedeutet.

Geriatrische Schwangerschaft: Dian Fossey starb vor über 30 Jahren, aber ein Gorilla, den sie kannte und lange studiert hat, ist noch am Leben: Poppy, eine mittlerweile 42-jährige Gorilla Dame. Sie überraschte die Forscher mit ihrer Schwangerschaft und brachte als älteste Gorilla Dame aller Zeiten ein kleines Gorilla Baby zur Welt.

 

Gehen Sie mit National Geographic auf Safari in Ruanda und beobachten Sie die Berggorillas selbst und in ihrem natürlichen Lebensraum. Beim Besuch im Karisoke Forschungszentrum im Volcanoes Nationalpark erhalten Sie einen detaillierten Einblick in das Vermächtnis von Dian Fossey.

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