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Kamera-Tipps und -Tricks vom National Geographic Fotografen Jay Dickman

January 31, 2020

Der Pulitzer-Preisträger, Jay Dickman hat mehr als 25 Aufträge für die Zeitschrift National Geographic erfüllt.

Als National Geographic Fotograf arbeitet Dickman seit mehr als 40 Jahren im Fotojournalismus – und hat National Geographic Expeditionen von den Galapagos-Inseln bis nach Jordanien begleitet. Hier gibt er Tipps und Tricks zur Fotografie, um einmalige Reisemomente einzufangen, egal ob Sie mit Ihrem Smartphone oder einer Hightech-DSLR-Kamera fotografieren.

Tipps für Benutzer von Spiegelreflex- und DSLR-Kameras

Kennen Sie Ihre Ausrüstung. Das ist so wichtig. Üben Sie mit einer neuen Kamera, bevor Sie diese mit auf Reisen nehmen. Oft kaufen Gäste, die sich auf eine Expedition vorbereiten, eine neue Kamera und haben die besten Absichten, das Handbuch zu lesen. Dann kommt die Realität in die Quere und die Bedienungsanleitung wird nie aufgeschlagen. Wenn Sie in dieser Situation sind, schlage ich vor, die Kamera im “Programm”-Modus zu verwenden, der sowohl den Verschluss als auch die Blende automatisiert. Wenn Sie sich nicht mit den Details der Bedienelemente beschäftigen müssen, können Sie besser auf unglaubliche Fotogelegenheiten reagieren.

 

Erst mieten, dann kaufen. Gehen Sie auf Safari nach Afrika? Sie müssen kein Teleobjektiv kaufen. Es gibt Unternehmen, die wirklich teure Objektive vermieten, die sich ideal für das Fotografieren von Wildtieren eignen. Schauen Sie unter “lensrental.com” oder “borrowlenses.com” nach oder erkundigen Sie sich bei Ihrem örtlichen Fachgeschäft, ob sie Ausrüstung vermieten.

 

Schaffen Sie ein Bewusstsein für den Ort. Die Inszenierung des Ortes ist entscheidend, um unsere Reisen mit Freunden und Familie zu teilen. Wenn Sie vor einem Ort stehen, denken Sie darüber nach, was Sie in dieser Szene bewegt, und verwenden Sie die Antworten, um Ihre Komposition voranzutreiben. Wenn Sie Ihr Foto erstellen arbeiten Sie mit unterschiedlichen Ebenen, indem Sie etwas Interessantes in den Vordergrund stellen – vielleicht ein Monument mit einem Tal im Hintergrund oder eine Person, die etwas außerhalb der Mitte platziert ist, so geben Sie dem Hintergrund eine wichtige Rolle in Ihrem Foto.

 

Spielen Sie mit der Platzierung Ihres Motivs. Wenn sie eine Person in den Vordergrund stellen, machen angehende Fotografen oft den Fehler, diese Person in die Mitte des Motivs zu setzen. Versuchen Sie, sie seitlich zu platzieren, so dass die Umgebung den Hintergrund ausfüllt. In diesen “Umgebungs-Porträts” teilt sich Ihr Motiv das Bild mit der Umgebung, wodurch oft ein ansprechenderes Foto entsteht.

 

Denken Sie methodisch über Ihr Bild nach. Wenn Sie etwas sehen, das etwas in Ihnen auslöst – wenn es Sie zum Lachen oder zum “Wow” bringt – fotografieren Sie es. Wenn das Motiv in Ihnen eine starke Reaktion hervorruft, wird es wahrscheinlich auch Ihrem Publikum gefallen. Gehen Sie dann ein bisschen weiter und denken Sie genau darüber nach, welche Elemente Sie in die Szene setzen wollen.

 

Erleichtern Sie Ihre Arbeit. Vereinfachen Sie Ihr fotografisches Leben, indem Sie vor der Abreise so viel wie möglich aus Ihrer Kameratasche entfernen. Ich habe meine fotografische Karriere hauptsächlich mit zwei Objektiven begonnen: einem 24-mm-Weitwinkel und einem 180-mm-Teleobjektiv. Mit diesen beiden Objektiven konnte ich so ziemlich jede Situation fotografieren. Indem Sie Ihr Equipment reduzieren, verbessern Sie Ihr fotografisches Erlebnis.

 

Verwenden Sie Auto-ISO. Dies ist eine großartige Funktion fast aller modernen Kameras und ein entscheidendes Element der Belichtung. Im automatischen Modus verwendet die Kamera die “native ISO”, dies liefert die beste Qualität. Sie können auch die Begrenzung auf einen minimalen und maximalen ISO-Wert im Kameramenü in Betracht ziehen.

 

Tipps für Smartphone-Benutzer

Die Grundlagen bleiben die gleichen. Unabhängig von Ihrem Gerät ist ein gutes Foto immer richtig belichtet, hat eine stimmige Komposition und ein Hauptmotiv. Stellen Sie sich den Monitor Ihres Smartphones als Ihre Leinwand vor und seien Sie für die gesamte Fläche verantwortlich. Sie sind der Maler der Szene.

 

Halten Sie die goldene Stunde fest. Wenn Sie den Sonnenuntergang fotografieren, achten Sie darauf, dass in der Komposition etwas Einzigartiges in der Gegend vorhanden ist. Sonst könnte der Sonnenuntergang überall sein. Drehen Sie sich dann um und fangen Sie ein, was das Licht mit der umgebenden Landschaft macht. Dies ist das Licht der “goldenen Stunde”, nach der jeder Fotograf sucht.

Porträts und Blitz. Wenn Sie eine Person fotografieren und sich die Sonne oder das Hauptlicht hinter dem Motiv befindet, schalten Sie den Blitz ein. Dieser einfache Trick führt zu einem besseren Foto, indem die Schatten mit Licht aufgefüllt werden, so dass das Motiv mit dem Hintergrund im Gleichgewicht ist. Achten Sie darauf, dass sich Ihr Motiv nah an der Kamera befindet, da die Reichweite des Blitzes ziemlich kurz ist.

 

Verwenden Sie eine HDR-App. Es gibt einige sehr leistungsstarke Kamera-Apps für Ihr Smartphone. Verwenden Sie für Landschaftsaufnahmen Pro HDR X. Die HDR-Funktion nimmt drei Belichtungen auf: eine unterbelichtete, eine korrekt belichtete und eine überbelichtete. Sie kombiniert dann das Beste aus jeder Belichtung und gleicht damit die Grenzen der Kamera aus, um das Hell-Dunkel-Niveau einer Szene einzufangen. Sie haben eine HDR-Funktion in Ihrer Standard-Foto-App, aber Pro HDR X hebt diese Funktion auf ein anderes Niveau. Beachten Sie, dass Sie keine sich bewegenden Motive in HDR fotografieren sollten, da die drei Belichtungen, die anschließend kombiniert werden, einen schleierhaften Effekt erzeugen können.

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